Lektionen aus Corona: Klimakrise

2020 wollten wir ursprünglich zu einer fulminanten Abschlussfeier unseres Sammelband-Projekts einladen. Es war nicht nur ein spannendes, sondern auch das letzte Projekt unserer Studierendengruppe (derzeit inaktiv → Liebe Studierende, wer das ändern möchte, bitte hier klicken). Doch dann kam Corona… Die ursprünglich für Mai angedachte Abschlussveranstaltung mussten wir in den November verschieben was letztlich auch nicht half, aber wer konnte dies damals schon ahnen… So verhinderte die Coronakrise jenes Vorhaben und warf zugleich viele Fragen (neu) auf. Insbesondere wurden in Bezug auf unser Wirtschaften zahlreiche Misstände und Herausforderungen deutlich sichtbar. Also disponierten wir im Orgateam noch einmal kurzerhand um. Es entstand die mehrteilige Online-Gesprächsreihe “Lektionen aus Corona”. Die Online-Podiumsdiskussion “Geld oder Leben?” markierte den Startpunkt. Es folgten Online-Gespräche zur Klimakrise und Globalisierung sowie zum Krisenmanagement.

Ein Ergebnis dessen findet sich nun in diesem Magazin-Beitrag [PDF-Dokument]. Entstanden ist eine spannende Mischung aus kritischen Reflexionen und anregenden Denkanstößen für ein zukunftsfähiges Wirtschaften, in dem zugleich Raum für weitergehende Fragen eröffnet wird. Aktueller denn je. Das Online-Gespräch mit…

  • Dr. Corinna Dengler, Universität Vechta
  • Franziska M. Hoffart, Ruhr-Universität Bochum

Vor der Diskussion haben wir unter den Teilnehmenden ein Stimmungsbild eingeholt. Zum Ergebnis:

Veranstaltet durch Plurale Ökonomik Hannover sowie in Kooperation mit Economists for Future, Wissenschaftsladen Hannover e.V., Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt / Ev. Landeskirche Hannover, Keynes Gesellschaft – Regionalgruppe Nord, Forum für Politik und Kultur, Jugendkirche Hannover und Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in der Region Hannover-Hildesheim, Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen.


Hinweis: Für die zwei nachfolgenden Online-Veranstaltungen erfolgte keine Dokumentation.

Online-Talk zur Klimakrise

Klimakrise – Kick-off für eine neue Wirtschaft?

Veranstaltungsreihe | Plurale Ökonomik: Lektionen aus Corona

Ein Online-Gespräch mit…

  • Franziska M. Hoffart ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Makroökonomik der Ruhr-Universität Bochum sowie Referentin für Wirkungstransparenz und Nachhaltigkeit bei der GLS Bank. Aus einer komplexitätsökonomischen Perspektive untersucht Sie die low-carbon Transformation des Energiesektor um zukunftsrobuste, realitätsnahe Empfehlungen abzuleiten. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Rolle und Verantwortung von Wissenschaftler*innen bei der Bekämpfung von Klimawandel und engagiert sich bei den Scientists4Future. Sie fragt sich wie ein globales Umdenken hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweisen, die eine lebenswerte emissionsarmen Zukunft ermöglicht, angestoßen werden kann.
  • Corinna Dengler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ökonomie und Gender der Universität Vechta. Sie beschäftigt sich an der Schnittstelle von Feministischer Ökonomie und Ökologischer Ökonomie mit kritisch-feministischen Perspektiven auf den Degrowth-Diskurs und setzt sich auch in aktivistischen Zusammenhängen für Fragen der Umwelt- und Geschlechtergerechtigkeit ein. In der Globalisierung-Debatte treibt sie insbesondere die Frage nach einer solidarischen und dekolonialen Wirtschaftsweise um, die es schafft, die derzeitig vorherrschende ‘imperiale Lebensweise’ zu überwinden.

Die Coronakrise brach unerwartet aus. Innerhalb kürzester Zeit haben Politik und Gesellschaft erhebliche Anpassungsleistungen entwickelt und Lasten gemeinsam geschultert, um Masseninfektionen und damit unübersehbare gesundheitliche Folgen für einen Teil der Gesellschaft zu vermeiden. Die Erkenntnisse in dieser Krise sind zahlreich. Insbesondere zeigte sich, politische Steuerung ist wirksam, denn sie ist handlungs- und wandlungsfähig. Die Coronakrise ist global. Politische oder geografische Grenzen schützen nicht.

Die Klimakrise dagegen kommt nicht überraschend. “Die Grenzen des Wachstums” wurde vor fast 50 Jahren vorgelegt. Seitdem werden die Konsequenzen unseres wirtschaftlichen Handelns und der damit einhergehende Ressourcenverbrauch immer detaillierter beschrieben. Der Klimawandel und die damit verbundenen Lebensrisiken für Millionen von Menschen auf der Welt werden nur noch von sehr wenigen geleugnet. Auch wenn sich die Folgen der Klimakrise regional sehr unterschiedlich auswirken, so ist der Krisencharakter ebenfalls global, denn niemand kann sich durch politische oder geografische Grenzen entziehen. Eine frappierende Parallele zur Corona-Krise.

Gleichwohl zeigt sich die Politik in der Klimakrise deutlich zögerlich, sucht nach kostenminimalen Wegen und schiebt die Krise auf die lange Bank. Doch die Zeit läuft uns davon. Klimaschützende Handlungen sind dringend erforderlich. Wie können also konkrete Schritte zur Umsteuerung in unserem Wirtschaftssystem aussehen? Um diese Frage dreht sich das vertiefende Online-Gespräch am 03. Juli 2020, moderiert durch Felix Kostrzewa vom Wissenschaftsladen Hannover e.V.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich, da das Teilnahmekontingent begrenzt ist. Der Zugangslink wird gemailt. Einlass ab 17:50 Uhr. Teilnehmende benötigen lediglich einen Computer/Smartphone mit Internetzugang. Mikro und Kamera sind nicht erforderlich. Diskussionsbeiträge und Fragen können über eine Chatfunktion schriftlich geäußert werden. Die Moderation wird diese ggf. direkt ins Livegespräch einbringen. Zum Facebook-Event.


Die Online-Veranstaltungsreihe erfolgt im Nachgang zur Online-Diskussion am 08. Mai 2020 “Plurale Ökonomik: Geld oder Leben – Wissenschaftliche Gedanken zur Corona-Krise” sowie in Hinführung auf unsere Präsenzveranstaltung am 20. November 2020 mit Workshops zu “Perspektiven einer pluralen Ökonomik” sowie der Abendveranstaltung “Imagination und Zukunftsgestaltung. Die Rolle der Ökonomie” in der Jugendkirche Hannover.

Weitere Termine der Online-Gesprächsreihe: